Leo-Triplett / M66 Gruppe (M65, M66, NGC3628)

Die M66 Gruppe oder auch Leo-Triplett genannt, bestehend aus M65, M66, NGC3628 mit dem Celestron C6 + Reducer auf einer EQ3 ohne Nachführung. Die Kamera war eine Canon EOS1200D modifiziert. Leider habe ich den Fokus nicht genau erwischt und das erst nach der Belichtungsreihe bemerkt. Naja aber dafür geht es trotzdem finde ich. Bearbeitet und gestackt in PixInsight.

Die Gruppe ist ca. 35 Mio. Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Löwe. Mit bloßem Auge ist diese nicht mehr zu erkennen.

Lights 136x30sec @ ISO1600
Darks: 29x30sec @ ISO1600
Bias: 60×1/4000sec @ ISO1600

M66 Gruppe (M65, M66, NGC362)

Pferdekopfnebel (Barnard 33) und der Flammenebel (NGC2024) und NGC2023 im Orionsternbild

Ein schwieriges aber schönes Motiv wie ich finde, da das Sternbild extrem niedrig über dem Horizont steht und damit sehr viel Lichtverschmutzung hat. Außerdem bewegt es sich aufgrund der nahen Himmelsäquatorlage auch noch verdammt schnell und ist deshalb relativ schwer nachzuführen. Und die Nebel sind nicht besonders hell. Gemacht mit dem Celestron C6 mit dem f/6.3 Reducer+Flattener von Celestron. Das Ganze auf einer EQ3-2 und die Bilder mit einer Canon EOS1200D diesesmal allerdings modifiziert.
Von 104 Bildern konnte ich nur 65 verwenden, da ich wie gesagt etwas Probleme bei der Nachführung hatte, vielleicht wären hier 30sec Bilder besser gewesen.

Lights 65x60sec @ ISO1600
Darks: 14x60sec @ ISO1600
Bias: 30×1/4000sec @ ISO1600

Pferdekopfnebel (Barnard 33) und der Flammenebel (NGC2024) und NGC2023 im Orionsternbild

Bode Gruppe M81 & M82

Aufnahme von den beiden Galaxien M81 und M82. Gemacht mit dem Celestron C6 mit dem f/6.3 Reducer+Flattener von Celestron. Nachgeführt mit der EQ3-2. Die Lichtverhältnisse waren hier etwas dankbarer, da die Galaxien viel weiter vom Horizont entfernt sind als so manch andere. Ich habe hier versucht mit sehr vielen kurzen Belichtungen zu arbeiten, bin echt sehr zufrieden damit. Mein persönlicher Favorit ^^
Lights: 114x30sec @ ISO1600
Bias: 21×1/400sec @ ISO1600
Darks: 18x30sec @ISO1600
Gestackt und bearbeitet in PixInsight + Adobe Photoshop für den letzten Schliff.

M81 & M82 die Bode Galaxie und die Zigarrengalaxie

Jupiter am 24.02.2015

Der Jupiter, mit meinem Celestron C6 auf der EQ3 + 2.5x APO Barlow von TS aufgenommen. Als Kamera habe ich eine Canon EOS 1200D verwendet. Diesesmal ein Video vom LiveView mit miteosmovierecord gemacht, bei 5x Zoom und dann mit AutoStakkert gestackt. Geschärft dann mit Photoshop und PixInsight. Insgesamt waren es 2000 Bilder von denen ich ich 50% verwendet habe. Ich hatte auch etwas Glück, da man den “Great Red Spot” sehen kann.

Das erste Bild ist etwas stärker geschärft und mit etwas mehr Kontrast:

Jupiter am 24.02.2015

 

An diesem Bild habe ich so gut wie nichts geändert, nur etwas geschärft:

 

Jupiter am 24.02.2015

 

Im Vergleich nochmal meine letzten beiden Versuche von Jupiter, ich finde es wird immer besser :-)

Jupiter am 15.02.2015

Jupiter 10.01.2015

Jupiter

Der Jupiter, aufgenommen mit meinem Celeston C6 + 2x Barlow + 1.4 Telekonverter von Kenko, also 4200mm effektive Brennweite. Die Bilder habe ich selbst ausgesucht und dann manuell gestackt mit GIMP und den AstroTools. Das Ausrichten nervt etwas von Hand, allerdings kann man mit dem Layer Mode Subtraction die Sache doch sehr vereinfachen. Einfach 2 Bilder übereinanderlegen, auf Subtract stellen und dann die oberere Ebene so lange Verschieben, dass das Bild so dunkel wie möglich ist.
Lights: 72 x 1/100sec @ISO1600, davon allerdings nur 14 verwendet
Darks: 20×1/100sec @ISO1600
Bias: 20×1/4000sec @ISO1600
Ansonsten in Photoshop geschärft und sonst eigentlich nicht viel daran geändert.

Jupiter am 15.02.2015

Double Cluster / NGC869

Das Double Cluster /NGC869 aufgenommen mit dem Celestron C6 + 6.3 Reducer und der Canon EOS1200D. Das ganze auf einer EQ3 Montierung mit 2 Motoren. Aufgenommen auf unserer Terrasse. Von 55 Einzelaufnahmen habe ich die besten 42 zum Stacken verwendet:
Lights: 42x60sec @ ISO800
Darks: 20x60sec @ ISO800
Flats: 20x?sec @ISO800
Bias: 20×1/4000sec @ISO800

Die Bilder habe mich mit dem DeepSkyStacker gestackt, wobei ich das Entropy Weighted Verfahren verwendet habe, hab damit bisher immer die besten Erfahrungen gemacht. Obwohl bei mir die Unterschiede zwischen den Verfahren echt minimal sind. Danach mit GIMP, PixInsight und Adobe Photoshop editiert. Ich habe das Bild nur etwas geschärft und die Histogramme in den einzelnen Kanälen angepaßt. Zudem habe ich noch ein Pseudo-HDR verwendet, um etwas mehr Kontrast rauszuholen. Das Double Cluster sind übrigens zwei sehr nahe nebeneinander liegende Sternhaufen und es befindet sich noch in unserer Milchstaße.

Double Cluster, NGC 869

Plejaden 06.02.2015 Piggyback und kaputter Fuß

Da freue ich mich über den klaren Himmel und will so schnell wie es geht mit dem Teleskop raus. Ich renne mit dem Stativ die Treppe runter und mache vor lauter Übermut natürlich nicht das Licht an. Das Licht anzumachen kostet ja auch schließlich 2sec und die könnte ich ja auch mit dem Teleskop draußen sein ^^ Tja dummer Fehler, denn ich sehe eine Stufe nicht und fliege ordentlich die Treppe hinunter. Als ich mit meinem Fuß aufgeprallt bin, gab es schon ein so unschönes Geräusch, dass mir recht schnell klar wurde: Die nächsten Wochen wird das nix mehr mit zu Fuß gehen.

Dann ab ins Krankenhaus unter das Röntgengerät, ist aber gottseidank nix gebrochen, nur die Bänder sind gerissen. Da gabs noch 2 Krücken und ne Schiene und ab ging es wieder nach Hause.

Kaum Zuhause angekommen, ärgere ich mich doch noch darüber, dass ich den schönen klaren Himmel nicht nutzen kann. Aber ich lerne ja Gott sei dank nicht dazu und bin mit freundlicher Hilfe meiner Frau (die mäßig begeistert war) auf den Balkon gehumpelt und konnte da noch ein paar schöne Aufnahmen von den Plejaden machen. Das Teleskop mit der Montierung diente mir hierbei als eine Art Rollator ^^

 

So hier nun die versprochenen Bilder:

 

Und ohne Spikes:

Um mal deutlich zu machen, wie so ein Rohbild aus der Kamera aussieht:

Verwendet habe ich folgende Konfiguration:
30x60sec bei ISO1600 Lightframes
30×1/4000sec bei ISO1600 Bias Frames
33x60sec bei ISO1600 Dark Frames
22×1/20sec bei ISO1600 Flat Frames

Canon EOS 1200D + Tamron 70-300mm @300mm auf dem Rücken eines Celestron C6 und das auf dem Buckel meines neuen Rollators, der NEQ3.

Nachbearbeitet in PixInsight Photoshop und GIMP. Ich gestehe: Die Spikes sind künstlich, mir gefällt das aber nun mal und mit einem Schmidt Cassegrain oder einem Teleobjektiv gibts die nicht Spikes halt nicht in Natura. Ansonsten ist aber nix künstlich hinzugefügt oder sowas.

Plejaden / M45 Piggyback

War eine schwierige Geschichte, zuerst habe ich relativ lange mit den Belichtungszeiten/ISO Zahlen gespielt. Und dann kam auch noch leichte Bewölkung mit ins Spiel. Außerdem sehr viel Umgebungslicht und mieses Seeing. Und am Ende bei den 5min Belichtungen ist mir das scheiß Objektiv auch noch beschlagen :-/ Eigentlich war alles total mies ^^ Aber egal, ist ja trotzdem was raus gekommen. Leider nicht sehr scharf.
Kamera: Canon EOS1200D + Tamron 70-300mm @300mm
Montierung: NEQ3 + Celeston C6 nachgführt aber unguided
2x300sec ISO200 + 2 Darks
5x120sec ISO800 + 5 Darks
1x90sec ISO800 + 0 Darks
1x60sec ISO1600 + 0 Darks
20×1/4000sec Bias Frames
Mit DSS – Entropie Weighted Stacking und Lightroom + ca. 1000x Photoshop.

Die Plejaden / M45 Piggyback

Celestron C6 Erfahrungsbericht und Verzerrung und Vignettierung, Vergleich 1,25″/2″ mit und ohne Reducer / Flattener

Hallo Zusammen,
ich habe vor einigen Tagen ein neues Teleskop bekommen und zwar ein Celestron C6 Evolution. Naja da die Brennweite 1500mm und das Öffnungsverhältnis f/10 für viele Sachen recht ungeeignet sind, habe ich mir zudem noch einen Reducer/Flattener von Celestron dazubestellt und zwar den Celestron Schmidt Cassegrain Brennweiten Reducer und Corrector – f/6,3. Als Kamera habe ich eine Canon EOS 1200D verwendet und hatte ca. 7m Entfernung, was natürlich ziemlich nah ist für ein Teleskop.
Das Teleskop hat einen 2″ SC Anschluss, allerdings ist das mitgelieferte Zubehör alles bei 1.25″ und somit ist natürlich auch ein Adapter von 2″ auf 1.25″ mitgeliefert.
Jetzt bieten sich natürlich einige Anschlussmöglichkeiten  durch den Reducer/Flattener und die zwei Anschlussgrößen. Ich wollte einfach mal sehen, wie sich die Bilder durch die verschiedenen Möglichkeiten ändern. Insbesondere hat mich interessiert, ob das Bild verzerrt wird und wie stark die Vignettierung (Randabschattung) sich ändert.  Ich habe mich von den Objektivtests auf traumflieger.de inspirieren lassen, habe aber ehrlich gesagt keine Ahnung, inwiefern das für Teleskope Sinn macht und ob das auf die Situation am Nachthimmel übertragbar ist. Mir ging es auch mehr um den Lerneffekt. Also, um davon einen Eindruck zu bekommen, habe ich ein Karomuster verwendet und mit dem Teleskop einige Bilder davon geschossen. Durch das Karomuster sollten sich  Verzerrungen und Vignettierung ja recht gut sichtbar machen lassen. Belichtungszeit waren jeweils 2 Sekunden und die ISO war bei 200. Natürlich ist der Aufbau ziemlich amateurhaft und inwiefern die Ergebnisse sich auf den Nachthimmel übertragen lassen, keine Ahnung. Aber interessant ist das Ganze auf jeden Fall.

Zoll/Reducer Ja Nein
1.25"
2"

Nachdem ich die Bilder gemacht habe, habe ich mit der Objektivkorrektur von Adobe Lightroom versucht, die Bilder zu korrigieren. Ich habe dabei folgende Ergebnisse gefunden. Auch hier wieder, keine Ahnung inwiefern das übertragbar ist auf andere Situationen:

Zoll Reducer Vignettierung Verzerrung
1.25" Ja 79 0
2" Ja 40 0
1.25" Nein 42 0
2" Nein 0 0

 

Wie man sieht, musste ich bei Verwendung des Reducers die Vignettierung stärker korrigieren. Außerdem war das Vignettierungslevel bei 1.25″ auch immer etwas höher als bei 2″. Im Prinzip sind das aber auch die Ergebnisse die ich erwartet habe. Das ich bei keinem Bild die Verzerrung korrigieren musste, hat mich positiv überrascht. Vielleicht ist das ja aber auch normal, bei Objektiven jedenfalls nicht ^^ Man kann aber bei genauem Hinsehen erkennen, dass die Schärfe in den Randbereichen durch den Reducer etwas abnimmt. Ich bin mir hier aber nicht 100%ig sicher, ob das am Reducer/Teleskop liegt oder an meinem Testaufbau. Der war natürlich alles andere als ideal ^^

Im Großen und Ganzen bin ich aber mit dem Ergebnis und auch den verwendeten Teilen mehr als zufrieden und freue mich schon wahnsinnig auf die nächste klare Nacht. Den Mond habe ich bereits einmal visuell beobachtet und war von der Schärfe und dem Kontrast sehr beeindruckt. Mal ganz abgesehen davon, dass der Okularauszug eine extrem angenehme Position hat, besonders wenn ich darüber nachdenke, was ich für Verrenkungen an meinem Newton machen musste ^^. Zudem wurde mir auch ein perfekt kollimiertes Teleskop vom Teleskop Service geliefert, was mich ebenfalls sehr freut.

Nachtrag:
Gestern hatte ich die erste klare Nacht, wobei das Seeing absolut mies war. Aber trotzdem war ich sehr beeindruckt von dem super Kontrast und vor allem von der Auflösung des Teleskops. Den Jupiter konnte man durch einem 13mm Okular sehr gut erkennen, es ließen sich schon einige Ringe auf der Oberfläche unterscheiden. Wobei man sagen muss, dass ich den Jupiter am Ende meiner Beobachtungsnacht auf der Linse hatte und das Teleskop schon beschlagen war. Trotzdem war es ein wirklich schönes Bild und es ließen sich im Vergleich zu meinem alten Teleskop (Celestron Astromaster130eq) ungeahnte Details erkennen.  Ich denke bei gutem Seeing und keinem Tau wird das nochmal deutlich besser sein. Eine Tauschutzkappe sollte aber echt nicht fehlen, ich hatte leider selbst damit nach ca. 3h schon leichte Taubedeckung. Ich habe mir die Tauschutzkappe von Astrozap geholt mit D=181mm und bin recht zufrieden damit. Was mir besonders gut gefällt, ist die gute Streulicht-Absorption, das steigert bei viel Umgebungslicht den Kontrast schon merkbar. Der Beschlag wird damit auch deutlich verzögert, aber wie gesagt leider nicht verhindert.
Einige Fotos habe ich auch gemacht, allerdings wollte ich an dem Abend die Plejaden auf das Bild bekommen und habe dafür die Kamera mit Teleobjektiv (Tamron 70mm-300mm)auf den Rücken des Teleskops geschnallt. Bei 300mm Brennweite konnte ich auf der NEQ3 Belichtungszeiten von bis zu 5min erreichen, was mich schon sehr gefreut hat. Sobald ich die Bearbeitung fertig habe, gibts auch mal Bilder zu sehen. Die Kamera habe ich mit dem Piggyback Adapter für SC Teleskope befestigt, das klappt wirklich bestens und ist sehr stabil, sogar mit dem sehr schweren Objektiv (~700g). Eine andere Möglichkeit ist es die Kamera an der Gegengewichtsstange zu befestigen, leider ist die Kamera dann öfter in einer blöden Position und man hat das Geländer oder die Wand vor der Linse (ich fotografiere meistens vom Balkon).

Ein Experiment zur ISO Zahl, Belichtungszeit und zum Stacken

Ich habe so viele widersprüchliche Dinge zu optimalen Belichtungszeiten und ISO Zahlen gehört, dass ich es einfach mal selbst ausprobieren wollte. Meine Hauptfragen waren:

  • Ist die ISO Zahl egal oder verliere ich bei einer zu niedrigen / zu hohen ISO Zahl Informationen?
  • Sind 3x10sec = 1x30sec Belichtungszeit, wenn ich die Bilder mit einem Mittelungsverfahren wie z.B. im DSS stacke.

 

Zum Testen habe ich in einem absolut dunklen Zimmer, ein gewisses Dokument von einem Herrn Schrödinger ^^ in einer Distanz von ca. 5m mit verschiedenen Einstellungen fotografiert. Die verwendete Kamera war eine Canon 1200D mit einem Tamron 70-300mm Teleobjektiv und einem 1.4x Extender (MC4 DGX von Kenko) also 420mm Brennweite bei einer 8er Blende. Image Stabilization und Auto Fokus waren natürlich aus. Ich habe nur die ISO Zahl und die Belichtung verändert und die Bilder danach einmal mit GIMP addiert und einmal mit den GIMP Astrotools gestackt. Hier könnt ihr den Aufbau sehen (Fotos sind mit dem Handy gemacht, deswegen so schlecht):

 

Ganz unten könnt ihr die beiden Tabelle mit den Ergebnissen sehen. Die Tabelle ist mit Sigma Median 2Pass gemittelt. Keine Dark-, Flat- oder Bias-Frames, ich wollte nur wissen bei welcher Einstellung ich die maximale Bildinformation bekomme / den Text am besten lesen kann.  Um die Bilder vergleichbar zu machen, habe ich den maximalen Wert des Histogramms noch jeweils etwas zu kleineren Werten verschoben. Das Ergebnis ist natürlich nicht allgemein gültig, aber zumindest kriegt man eine Idee von der Thematik. Die Bilder wurden natürlich im RAW Format aufgenommen und auch verarbeitet, erst am Ende habe ich die Bilder aus Platzgründen in das JPG Format konvertiert und musste die Bilder runterskalieren. Das Ergebnis ist qualitativ aber nicht beeinträchtigt. Hier das Ergebnis in Tabellenform:

Sigma Median 2Pass

Sigma Median 2Pass
Bilder/ISO ISO100 ISO400 ISO6400
3x10sec
2x15sec
1x30sec

1. Frage: Verliere ich Bildinformation bei einer zu niedrigen/zu hohen ISO Zahl?

Ja das kann schon passieren. Das Ganze ist allerdings eine sehr komplexe Angelegenheit, welche ich hier in der Kürze und vor allem für Anfänger nicht im Detail erklären möchte. Die Wahl der “richtigen” ISO Zahl hängt von extrem vielen Parametern ab, um einige zu nennen:

  • Die verwendete Kamera
  • Das Setting, vom Hintergrund bis zum eigentlichen Objekt
  • Von der Temperatur
  • Von der Belichtungszeit
  • usw.

Als grobe Richtlinie, habe ich insbesondere für Anfänger einige Vorschläge(ich kann allerdings nicht garantieren, dass diese Vorschläge mit jeder Kamera und bei jedem Setting funktionieren, aber probiert es einfach mal aus):

1. Bei relativ kurzen Belichtungszeiten (ca. 10sec-60sec) durchaus eine etwas höhere ISO Zahlen nehmen. Bei meiner Kamera bin ich da bei einer ISO Zahl von 1600 oder 3200 immer gut gefahren. Von den Bildern aber bitte sehr viele machen, um später beim Stacken das Signal zu Rausch Verhältnis zu verbessern. Außerdem sollten Dark-, Bias- und Flatframes auf keinen Fall fehlen, um aus der wenigen Information das Maximum herauszuholen.
2. Mit steigender Belichtungszeit dann ruhig runter mit der ISO Zahl. Zwischen 60sec und 5min sollten die ISO Zahlen dann je nach Himmelshintergrund und Lichtstärke des Objekts so grob zwischen 200-800 liegen.
3. Bei sehr hohen Belichtungszeiten (>5min) die ISO Zahl sehr niedrig wählen, ISO 100-200 sind hier angesagt.

 

Um vielleicht nochmal einen Eindruck zu bekommen, wie sich ein Bild mit einer Belichtungszeit von 30sec bei verschiedenen ISO Zahlen verhalten kann, hier nochmal ein Beispiel. In diesem Beispiel gefällt mir persönlich ISO1600-3200 am besten:

Bilder
ISO Bild
800
1600 30sec bei ISO1600
3200 30sec bei ISO3200
6400 30sec bei ISO6400
12800 30sec bei ISO12800

Hier nochmal die Histogramme und die gestreckten Histogramm zu den Bildern:

Histogramme
ISO Originales Histrogramm Gestrecktes Histogramm
800 RGB Histogramm bei ISO800  Gestreckte RGB Histogramm bei ISO800
1600 RGB Histogramm bei ISO1600 Gestreckte RGB Histogramm bei ISO1600
3200 RGB Histogramm bei ISO3200
6400 RGB Histogramm bei ISO6400 Gestreckte RGB Histogramm bei ISO6400
12800 RGB Histogramm bei ISO12800 Gestreckte RGB Histogramm bei ISO12800

2te Frage: Ist ein 30sec belichtetes Bild dasselbe wie 3x10sec mit dem DSS gemittelt oder die Bilder einfach addiert?

Auf gar keinen Fall! Mit der Mittelung oder dem Sigma Kappa Median oder dem verrücktesten Mittelungsverfahren dieser Welt kann ich nur das Signal zu Rauschverhältnis verbessern und damit die enthaltene Information in meinem Bild besser vom Rauschen unterscheiden. Ein 10sec belichtetes Bild bleibt aber ein 10sec belichtetes Bild.

Was ist dann mit HDR?

Das ist nochmal etwas anderes, ich habe ein Bild bei weniger Belichtungszeit und eins mit mehr Belichtung. Nehmen wir z.B. den Jupiter mit seinen Monden. Der Jupiter ist mega Hell und die Monde sind total dunkel. Blöde Sache, wenn ich den Jupiter mit seinen Strukturen erkennen möchte, muss ich kurz belichten -> Jetzt sehe ich die Monde nicht mehr. Ok, dann mach ich noch ein Bild mit langer Belichtung -> Jetzt sehe ich die Monde, der Jupiter ist aber nur noch ein fetter weißer Fleck. Ich werd verrückt.
Kann ich diese Information nicht irgendwie zusammen packen, so dass ich von der langen Belichtungszeit die Monde und von der kurzen den Jupiter nehmen? Ja mit HDR, oder im DeepSkyStacker Entropy Weighted Average. Ihr seht, dass ist allerdings nochmal eine ganz andere Geschichte.
Klar, ich habe das Ganze natürlich stark vereinfacht dargestellt, aber ich denke die Prinzipien sollten so vielleicht etwas klarer werden. Und ich hoffe ihr merkt, wie komplex das ganze Thema eigentlich ist.