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Predator
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Kritik laut moviereporter.net
Natürlich handelt es sich hier um einen Actionfilm mit deutlichem Horror-Anteil. Ein
übermächtiger Außerirdischer macht Jagd auf eine Gruppe Soldaten, und das ohne
ersichtlichen Grund. Während sich in Ridley Scotts "Alien - Das unheimliche Wesen aus
einer fremden Welt" (1979) die Spannung aus der Klaustrophobie des Raumschiffes, bei
dem hinter jeden Ecke der Tod lauern konnte, ergibt, dehnt John McTiernan das gleiche
Element auf einen gesamten Urwald aus. Dass das weitläufige Areal aufgrund eines
Gegners, der sich quasi unsichtbar machen kann und Waffen besitzt, die auch aus großer
Entfernung töten können, dabei nicht mehr Sicherheit bietet, verleiht dem Ganzen einen
zusätzlichen Reiz, auch wenn es nur die Variation eines bekannten Themas ist, das der
Regiesseur zudem stets unterhaltsam und nervenaufreibend umsetzt.
Der Inszenierungsstil von McTiernan gibt dem Film eine ganz persönliche Note, die ihn weit
über den Durchschnitt hebt. Einerseits wirken jede Kameraeinstellung und jeder Schnitt
durchdacht. unkonventionelle Kamerafahrten, die heute Standard sind, waren zur
damaligen Zeit innovativ und erzeugen nachwievor ein Gefühl der Bedrohlichkeit und
Atmosphäre, dem sich der Zuschauer eigentlich nicht entziehen kann.
Bewundernswert ist jedoch, dass der Regisseur trotz einer Menge Waffen und vielen coolen
Sprüchen einige gar nicht so offensichtliche ironische Kommentare eben in Bezug auf die
Waffenverliebtheit abgibt: Da schießt die ganze Truppe mit allem, was sie an Munition zur
Verfügung hat, auf den Predator und erreicht nicht das Geringste, sieht man mal von
zerfetzten Bäumen und Büschen ab. Oder beim Schlusskampf, der beabsichtigterweise
deutliche Western-Anleihen besitzt, sieht sich der Held ohne jegliches Hightech-Waffen-
Arsenal dem Monster gegenüber und muss sich auf seine bloßen Hände und vor allem
seinen Verstand und Einfallsreichtum verlassen.
Nicht zuletzt kann man "Predator" auch als Anspielung auf den Vietnam-Krieg betrachten,
in dem waffenstarrende amerikanische Soldaten von Guerilla-Kriegern, die die
Tarnmöglichkeiten des Dschungels ausnutzen, um dann aus dem Hinterhalt anzugreifen,
besiegt werden.
Die Schauspieler sind allesamt überzeugend, allen voran Arnold Schwarzenegger, der
speziell in diesem Genre natürlich in seinem Element ist. Carl Weathers als sein nicht
immer ehrlicher Kollege und Vorgesetzter Dillon bildet einen interessanten Gegenpart. Es
ist schön zu sehen, dass McTiernan auch in einem Action-Film Wert auf Schauspielführung
legt.
Dazu kommt der geniale Musik-Score von Alan Silvestri, der das Geschehen nicht nur
untermalt, sondern besonders durch den Einsatz von Trommeln in großem Maße zur
Spannung und Dynamik des Filmes beiträgt.
Fazit: "Predator" ist ein intelligenter und hochspannender Sci-Fi-Action-Film, der zu den
besten in seinem Genre gehört, deutlich vielschichtiger ist, als man auf den ersten Blick
meinen könnte, und den man sich immer wieder gerne anguckt.
Quelle: moviereporter.net
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